Der Pallid Faun (Melanocyma faunula) ist ein
bemerkenswerter Schmetterling aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae).
Er ist in den tropischen und subtropischen Wäldern Süd- und
Südostasiens verbreitet, insbesondere in Regionen wie Indien,
Bhutan, Myanmar, Thailand, Laos, und Malaysia. Der Schmetterling
wird vor allem für seine unauffällige Schönheit und seine
perfekt an den Lebensraum angepasste Tarnung geschätzt.
Merkmale
Flügeloberseite:
- Die Oberseite der Flügel ist überwiegend dunkelbraun bis
kastanienbraun gefärbt, oft mit einem subtilen, samtigen
Schimmer.
- Es können schwache, blasse Flecken oder Bänder vorhanden
sein, die in der Regel weniger auffällig sind als auf der
Unterseite.
- Bei Lichteinfall kann ein leicht metallischer Glanz
auftreten.
Flügelunterseite:
- Die Unterseite ist kunstvoll gezeichnet und ähnelt stark der
Maserung von vertrockneten Blättern, was als Tarnung dient.
Die Farben reichen von blassem Beige über Hellbraun bis zu
rötlichen Tönen.
- Sie zeigt ein feines Netz aus dunklen Linien und Adern, die
der Struktur eines Laubblatts nachempfunden sind.
- Oft finden sich angedeutete Augenflecken an den
Hinterflügeln, die bei Gefahr potenzielle Angreifer irritieren
können.
Flügelspannweite:
- Die Spannweite beträgt typischerweise etwa 50–70 mm,
wobei die Weibchen in der Regel etwas größer als die Männchen
sind.
Lebensraum
Der Pallid Faun bevorzugt dichte, schattige Wälder mit hoher
Luftfeuchtigkeit. Er ist häufig in tieferen bis mittleren
Höhenlagen zu finden, in der Nähe von Flüssen oder entlang von
Waldrändern. Die Art ist gut an tropische und subtropische
Bedingungen angepasst.
Verhalten
- Der Pallid Faun ist ein eher zurückhaltender Schmetterling,
der selten weit fliegt. Er ruht oft mit geschlossenen Flügeln,
wodurch er perfekt mit der Umgebung verschmilzt.
- Er ist hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktiv und wird oft
bei geringer Lichtintensität beobachtet.
- Die Falter ernähren sich von verrottenden Früchten, Baumsaft
oder anderen organischen Substanzen, anstatt von Blütennektar.
Fortpflanzung
- Die Weibchen legen ihre Eier einzeln auf die Unterseite von
Blättern geeigneter Wirtspflanzen.
- Die Raupen sind langgestreckt und oft grün oder braun
gefärbt, was ihnen zusätzliche Tarnung verleiht.
- Die Puppe ist unbeweglich und oft gut getarnt, ähnlich einem
abgestorbenen Pflanzenteil.
Besonderheiten
- Die Tarnmusterung der Flügelunterseite macht Melanocyma
faunula zu einem Meister der Mimikry, und diese
Fähigkeit schützt ihn effektiv vor Fressfeinden.
- Er gehört zu einer Gruppe von Schmetterlingen, die
typischerweise in gut erhaltenen Waldökosystemen vorkommen,
weshalb sein Vorhandensein oft als Indikator für die
Gesundheit eines Waldes angesehen wird.
Dieser Schmetterling ist ein faszinierendes Beispiel für die
Anpassung an die Natur und ein begehrtes Exemplar für
Schmetterlingssammler aufgrund seines dezenten, aber dennoch
kunstvollen Erscheinungsbildes.
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